Neuerungen zum 01.07.2026
Reform des Gebäudeenergiegesetztes
Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch bekannt als Heizungsgesetz. Die Neuregelungen sollen bis zum 1. Juli in Kraft treten und bringen deutliche Änderungen für Eigentümerinnen und Eigentümer mit sich.
Künftig soll beim Einbau neuer Heizungen nicht mehr zwingend vorgeschrieben sein, dass diese zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Damit bleiben Gas- und Ölheizungen bei einer Neuanschaffung grundsätzlich weiterhin zulässig.
Um die Klimaziele dennoch zu erreichen, sieht der Gesetzentwurf für neue Gas- und Ölheizungen eine stufenweise Beimischung klimafreundlicher Brennstoffe vor. Diese sogenannte „Biotreppe“ verpflichtet dazu, künftig steigende Anteile grüner Energieträger wie Biomethan, Wasserstoff oder Bio-Öl einzusetzen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies, dass mittelfristig mit steigenden Heizkosten zu rechnen ist, denn diese Energieträger sind in der Herstellung teurer und zudem knapper als Gas oder Öl.
Reform im Fokus: Unser Vorgehen
Die WohnBau Westmünsterland stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels dennoch weiterhin verantwortungsbewusst. Um ihm aktiv entgegenzutreten, verfolgt die Unternehmensgruppe seit mehr als einem Jahrzehnt eine klare Dekarbonisierungsstrategie zur Reduktion von CO₂ bis zum Jahr 2045 oder, anders ausgedrückt, ihren unternehmensindividuellen Klimapfad „Net Zero“, der eng mit dem Portfoliomanagement verzahnt ist.
Aktuelle Maßnahmen
Aktuell bedeutet dies am Beispiel unserer Liegenschaften in Borken ganz konkret, dass die WohnBau hier im Laufe des Jahres 2026 zwei nicht mehr zeitgemäße Gebäude kernsaniert und klimafreundlichen, zukunftsfähigen Wohnraum schafft: Damaschkestraße 6 und Im großen Esch 3-5. Beide Immobilien werden mit Wärmepumpentechnik und Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Wände werden eingerissen, um moderne Grundrisse zu schaffen. Neue Vorstellbalkone bringen eine hohe Aufenthaltsqualität im Freien mit sich und das Wärmedämmverbundsystem an der Fassade hält die Wärme im Haus. Im Inneren sorgen eine komplett neue Haustechnik und neue Wand- und Bodenbeläge für behagliches Wohnen. Durch öffentliche Fördermittel sind alle Wohnungen nach der Modernisierung zu einem Quadratmeterpreis von 7,55 € kalt pro Monat, zu mieten. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund 2,95 Mio. €.
Im Sommer 2025 wurde der Nordring 41 in Borken nach Modernisierung wieder bezugsfertig. Das Gebäude wurde mit einer Bauzeit von einem Jahr umfassend saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das Investitionsvolumen betrug rund 1,35 Mio. €. Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel für nachhaltiges und zentrales Wohnen in Borken. Die Grundmauern konnten erhalten bleiben, um den Charme des Hauses zu bewahren, während gleichzeitig moderne Standards für Energieeffizienz und Komfort gesetzt wurden.
Ab Mitte 2027 folgt die Bocholter Immobilie Essing Esch 25-37. Dort werden 48 Wohnungen klimafreundlich saniert.
Fortschreitende Dekarbonisierung des Immobilienbestands
Im Jahr 2026 werden rund 230 Wohnungen der WohnBau Gruppe auf Wärmepumpenbetrieb mit Photovoltaik und Stromspeichern umgerüstet. Das Investitionsvolumen beträgt rund 3,2 Mio. €. Für 2027 ist die Modernisierung weiterer 41 Immobilien mit insgesamt 319 Wohnungen geplant.
Begleitend dazu analysiert die WohnBau den Energieverbrauch und die daraus resultierenden Emissionen ihres Bestands. Seit 2024 unterstützt eine CO₂‑Monitoring‑Software die standardisierte Datenauswertung und den Soll‑Ist‑Vergleich.
Auf Basis eines konzernweiten Maßnahmenplans zur Elektrifizierung aller fossilen Heizungen wird die Klimaneutralität bis 2045 prognostiziert.
Modernisierungen
Impressionen
Im Großen Esch während der Modernisierung